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DEZENTRALE ANLAGENSTEUERUNG: Klassische Gliederung

Das Thema Verteilte Steuerungssysteme:
Obwohl das Stichwort "dezentrale Automatisierungstechnik" in aller Munde ist, findet man in der Praxis selten Systeme, die wirklich konsequent nach dem dezentralen Prinzip arbeiten.
Statt dessen sind die Systeme meist klassisch aufgebaut und bestehen aus drei Hierachieebenen. Die unterste Ebene ist die Steuerungsebene, meist auf der Basis der klassischen SPS. Die SPS kommunizieren untereinander und mit der mittleren Ebene über ein Bussystem z.B. Interbus-S oder Sinec-H1. Die Aufgabe der SPS ist die Gewerkesteuerung. Die mittlere Ebene wird meist mit Bereichsrechner bezeichnet und hat zur Aufgabe die Realisierung der "höheren" Applikationsfunktionalität, die nicht auf die SPS-Ebene abbildbar ist (Auftragsbearbeitung, Optimierung, etc.). Die dritte Hierachieebene bildet dann der Leitrechner, der die den Bereichsrechnern übergeordnete Funktionalität implementiert. Bereichsrechner und Leitrechner kommunizieren in der Regel über TCP/IP.

Diese klassische Gliederung hat die bekannten entscheidenen Nachteile:

  • Die Modularität geht in der Regel verloren. Änderungen im Gewerke benötigen in der Regel Änderungen in den zwei untersten Hierachiestufen.
  • Benötigt die Leitebene zusätzliche Informationen, so müssen alle drei Ebenen verändert werden.
  • Die Folge sind Anlagen, die nur schwer und mit großem Aufwand verändert und erweitert werden können.

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