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DEZENTRALE ANLAGENSTEUERUNG: Vorteile des dezentralen Ansatzes

Der dezentrale Ansatz:
Der dezentrale Ansatz geht von vornherein einen anderen Weg. Jedem logischen oder physikalischem Anlagenteil wird ein Knotenrechner zugeordnet, der sowohl die Gewerkesteuerung wie auch die "höhren" Applikationsfunktionalitäten autonom realisiert. Alle Knotenrechner sind über einen einheitlichen Kommunikationsbus auf der Basis von TCP/IP miteinander verbunden. Sobald die vom Gewerke zu bearbeitende Sache (Produktionsgegenstand, Transporteinheit, etc.) den Zuständigkeitsbereich des einen Knotenrechners verläßt und den eines anderen betritt, werden die relevanten Daten über den Produktionsgegenstand weitergegeben.
Selbstverständlich gibt es auch bei diesem Konzept Hierachieebenen, wie sie beispielsweise ein Leitrechner darstellt. Im Gegensatz zum klassischen Konzept erfolgt hier die Hierachiebildung anhand logischer Kriterien und nicht anhand der Unterscheidung nach Bussystemen oder Teilaspekten der Programmierung (Gewerkesteuerung / "höhere" Applikationsfunktionen). Die Besonderheit eines Leitrechners besteht einzig darin, dass er nicht direkt auf das Gewerk einwirkt, sondern die einzelnen Teilanlagen, die durch die Knotenrechner repräsentiert werden, koordiniert. Dies ist schlichtweg nur eine andere Aufgabenstellung und somit ist der Leitrechner in diesem konzeptionellen Ansatz auch nur ein Knotenrechner mit speziellen Aufgaben, der mit denselben Mechanismen mit den anderen Knotenrechnern kommuniziert wie diese untereinander.
Ein Feldbus dient hier nur zur skalierbaren Ankopplung von Sensoren und Aktoren, hat aber keinerlei Bedeutung als Kommunikationsbus zwischen intelligenten Einheiten.

Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf der Hand:

  • Der Aufbau des Gesamtsystems ist von sich aus modular. Dies ist insbesondere im Bereich der Fördertechnik und Logistik von entscheidener Bedeutung, weil eine solche Anlage fast immer aus der Aneinanderreihung weniger Grundelemente besteht.
  • Jeder Knotenrechner kann gleichberechtigt mit jedem anderen kommunizieren, alle Informationen sind direkt ohne Umwege beschaffbar
  • Installationszeit wird gespart.
  • Pro I/O-Punkt ist mehr Rechenleistung verfügbar.
Ein nach diesen Gesichtspunkten konzipiertes System ist wesentlich einfacher zu planen, zu verändern und zu erweitern.

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